Film-Uraufführung: „Ich habe den Krieg gewonnen! – Schülerinnen und Schüler der Ziehenschule begegnen der Zeitzeugin Trude Levi“
15. Januar 2012 von Admin
Donnerstag, 9.Februar 2012, 19.30 Uhr, Aula der Ziehenschule
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler,
Der 90-minütige Dokumentarfilm ist das Ergebnis eines Projekts unserer Schule, bei dem sich Schülerinnen und Schüler des diesjährigen 13. Jahrgangs mit Lehrerinnen und einem Filmteam mit dem Leben von Trude Levi beschäftigt haben. Frau Levi, die das KZ Auschwitz, Zwangsarbeit, einen Todesmarsch, jahrelange Armut und Staatenlosigkeit überlebt hat, hat viele Jahre in Deutschland und England Vorträge über ihr Leben und Schicksal in Schulen und Hochschulen gehalten.
In den Jahren 1989 bis 2009 besuchte sie jedes Jahr auch die Ziehenschule. Aus diesem langjährigen Kontakt heraus entstand die Idee zu dem Film. Er ist als Unterrichtsmaterial gedacht, um auch in Zukunft Frau Levis Erfahrungen an junge Menschen an der Ziehenschule und anderen Schulen und an Bildungseinrichtungen weitergeben zu können.
Zu Beginn des Schuljahres 2009/10 fand sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Leistungskurse Geschichte zusammen, die sich mit der Lebensgeschichte Trude Levis befassten, um daraus einen Film zu produzieren. Im Mittelpunkt dieses Films sollte Frau Levis Schicksal stehen, um die Ursachen und Wirkungen des Holocaust an einem persönlichen Beispiel erfahrbar zu machen. Denn Geschichte hat ein Gesicht, wird von einzelnen Menschen erlebt und erlitten – das sollte der Film zum Ausdruck bringen, das hatten viele Ziehenschülerinnen und –schüler und auch die Filmgruppe im November 2009 erlebt, als Frau Levi an unserer Schule wieder ihren Vortrag hielt.
Der Film sollte noch mehr zeigen: Den Schülerinnen und Schülern der Filmgruppe wurde bewusst, dass sie die letzten sein werden, die aufgrund des Lebensalters der Zeitzeugin direkt mit ihr in Kontakt kommen können. Daher traf die Filmgruppe im Jahr 2010 in London, dem Wohnort von Frau Levi, und in Hirschhagen, dem ehemaligen Zwangsarbeiterlager in Nordhessen, mit Frau Levi zusammen, um mit ihr vor Ort die Vergangenheit und ihre Auswirkungen bis heute zu erforschen und zu reflektieren.
Der Film besteht aus zwei Strängen, die miteinander verwoben sind: Trude Levis Geschichte und die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihr und ihrem Schicksal.
Wir meinen, dass diese Verbindung von Geschichte und Gegenwart, neben der außergewöhnlichen Geschichte Frau Levis, ihrer ganz besonderen Persönlichkeit und ihrem professionellen Einsatz als Zeitzeugin, unseren Film auszeichnet und er daher für den Einsatz in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen besonders geeignet ist.
Die Begegnungen zwischen Frau Levi und den Schülerinnen und Schülern erforderten neben vielen anderen Tätigkeiten auch einige Reisen, die Zeit und Geld kosteten. Ohne unsere Sponsoren wäre das nicht möglich gewesen. Wir hoffen, dass das Ergebnis den finanziellen Aufwand rechtfertigt und bedanken uns auch auf diesem Wege herzlich für die tatkräftige Unterstützung der Sponsoren.
Wir laden Sie sehr herzlich zu diesem Filmabend ein, der für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 geeignet ist. Im Anschluss an die Vorführung ist Gelegenheit für Gespräche mit allen Beteiligten.
Über Ihr Interesse und Ihre zahlreiche Teilnahme freuen wir uns sehr.
Wir bitten um Ihre Anmeldung zur Teilnahme an der Uraufführung bis zum 2.Februar 2012 unter folgender E-Mail-Adresse: Erika.Hahn@t-online.de
