Einweihungsfeier des Schulneubaus am 13.12.11 / Schulfest
10. Dezember 2011 von Admin
Für all diejenigen, die an der gestrigen Einweihung des Schulneubaus nicht teilnehmen konnten, wollten oder durften, haben wir die Reden von Herrn Eichenauer, Frau Gutmann, Frau van Kleefs sowie die Verleihung der Ziehenplakette an das Team der Internationalen Schulkantibe hier veröffentlicht.
- siehe auch: Frankfurter Ziehenschule eröffnet neues Schulgebäude, European News Agency, 14.12.2011
- siehe auch: Ebeling schwänzt Einweihung, FNP, 13.12.2011
Rede des Direktors der Ziehenschule Manfred Eichenauer
Rede der Schulelternbeiratsvorsitzenden der Ziehenschule Gertrud Gutmann
Rede der Schulsprecherin der Ziehenhschule Irina van Kleef
Verleihung der Ziehenplakette an das Team der Internationalen Schulkantine
Erklärung des Mensaausschusses des SEB, der Schülervertretung (SV), des Schulelternbeirates (SEB) und des Personalrates der Ziehenschule

Da das Frankfurter Schuldezernat die öffentliche Einweihungsfeierlichkeit am 13.12., 14.00 Uhr abgesagt hat, wird die Einweihungsfeier nun schulintern durchgeführt werden.
Eine Begründung der städtischen Absage steht noch aus. Bisher wird darauf verwiesen, dass “eine Feier Ausdruck von Freude” sein solle; diese Voraussetzung bestehe nicht.
Die Einweihungsfeier beginnt am 13.12.11 um 15.00 Uhr. In einer Feierstunde werden wir, die Schulgemeinde, den Neubau eröffnen.
- “Ziehenschule muss alleine feiern”
Wegen Mensa-Streit sagt Stadt Eröffnung des Neubaus ab
FAZ, 10.12.2011


Offener Brief an Frau Ebeling
Sehr geehrte Frau Ebeling,
gestern sollte die feierliche Eröffnung des Neubaus unserer Schule unter Ihrer Teilnahme stattfinden.
Alle freuten sich auf den Festakt,also einer besonderen Würdigung des Geschaffenen, um sich gemeinsam über die gelungene Schulerweiterung zu freuen, als Gelegenheit, Ihnen in Vertretung des Schuldezernats für die finanziellen Mittel – , aber auch den Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrerinnen und Lehrern , die während der Bauphase doch unter erheblichen Lärmbelastungen und sonstigen Einschränkungen leben mussten, zu danken.
Mit Befremden und ziemlicher Verärgerung mussten wir nun als Eltern erfahren, dass Ihr Beisein zum geplanten Festakt sehr kurzfristig aufgrund der „Querelen der vergangenen Wochen“ abgesagt wurde.
Von welchen Querelen ist hier die Sprache ? Von dem offenen Meinungsaustausch bezüglich Mensaverpachtung ? – Ist Engagement so wenig gewollt, dass es „bestraft“ werden muss ?
Oder geht es gar um die kurzfristige Schließung der Ziehenschule ? Soll ein Lehrer in Vertretung des Kollegiums für sein verantwortungsvolles Handeln abgestraft werden ? Kann man die kurzfristige Absage Ihrer Teilnahme anders interpretieren ?
Tagtäglich werden Lehrern neben ihrer pädagogischen Arbeit, Entscheidungen abverlangt, die dem Wohl der Ihnen anvertrauten Schülern dienen sollen. Ihnen obliegt während eines Großteils des Tages die Verantwortung den Kindern und Jugendlichen gegenüber und oftmals müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, um eine Situation zu entschärfen. Zum Glück sind nicht immer so drastische Situationen zu erwarten, wie im konkreten Fall, aber man gewinnt nicht den Eindruck, dass sie die Entscheidung des Lehrers, mittragen. Im Gegenteil. Er wird durch Ihr Verhalten noch nachträglich an den Pranger gestellt. Wie groß wäre denn das Geschrei gewesen, wenn tatsächlich ein Amoklauf oder eine andere kaum kontrollierbare Aktion in unserer Schule stattgefunden hätte. Hätten SIE dafür die Verantwortung übernommen ?
Auch wenn im Nachhinein die Entscheidung über die Schließung der Schule überzogen gewesen sein mag und unterschiedlich in der Öffentlichkeit diskutiert wird – ohne Detailkenntnisse erlaube ich mir keine Bewertung – aber ich finde es unverantwortlich und beschämend , sich nicht vor den Lehrer zu stellen und ihm deutlich, auch nach außen hin, für seine vielleicht unpopuläre, für mich einzig richtige, Entscheidung den Rücken zu stärken. Er hat im Interesse unserer Kinder , aber auch seiner Kollegen gehandelt und dafür kann man ihm einfach nur herzlichst danken !
Dass ein Großteil „unserer“ Schüler das genauso sieht, wie Kommentare, Gesten und Interviews belegen, zeigt, dass die Jugendlichen verantwortungsbewusster und wesentlich sensibler als Sie als Vertreterin des Schuldezernats mit dieser Situation umgehen. Ich finde das sehr bemerkenswert.
MfG
R.Beuse